10 Tipps für sicheres Online-Banking
Fast jede Bank bietet heutzutage Online-Banking an. Dieser moderne Weg wird von immer mehr Kunden genutzt, um bequem die Bankgeschäfte von zu Hause aus abzuwickeln. Egal ob nur mal der Kontostand überprüft werden, oder eine Überweisung getätigt werden soll. Mit Online-Banking lassen sich Dinge, für die man früher den Weg zur Bank in Kauf nehmen musste, in einem Bruchteil der Zeit erledigen. Viele Anwender sind sich jedoch nicht über die Gefahren des Online-Bankings bewusst, und begeben sich leichtfertig, und vor allem unnötig in Gefahr. Wir zeigen Ihnen, was Sie beim Online-Banking beachten müssen, damit Sie Ihre sensiblen Daten nicht eines Tages im Netz wieder finden.
1. Wählen Sie ein sicheres Passwort
Viele User beachten immer noch nicht die einfachste Methode, um sich vor den meisten Gefahren zu schützen. Die Wahl eines sicheren Passworts. Ihr Passwort sollte möglichst lang sein, und aus Buchstaben sowie Zahlen bestehen. Um das Passwort noch sicherer zu machen, können Sie Groß- und Kleinbuchstaben, und zusätzlich Sonderzeichen verwenden. Auf keinen Fall sollten Sie einfach zu erratende Buchstabenkombinationen wie Ihr Geburtsdatum, oder Wörter benutzen welche im Wörterbuch zu finden sind. Diese können mit Hilfe von Programmen, welche einfach tausende von Wörtern ausprobieren, relativ einfach geknackt werden. Wenn Sie ein Passwort benutzen, welches aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen besteht, haben diese Programme nahezu keine Chance, Ihr Passwort zu entschlüsseln.
2. Nutzen Sie die verschlüsselte Datenübertragung
Ihre Daten sollten immer verschlüsselt an die Server der Bank übertragen werden. Sie können dies leicht überprüfen, indem Sie nachsehen, ob die Adresse mit "https" anstatt "http" beginnt. Eine Verschlüsselung von 128 Bit ist normalerweise Standard. Um Ihre Daten verschlüsselt zu übertragen, müssen Sie dies lediglich in Ihrem Browser zulassen. Moderne Browser fragen Sie dies vor dem Login-Vorgang automatisch ab. Akzeptieren Sie dies einfach, und Ihre Daten können beim Übertragen nicht einfach ausgelesen werden
3. Halten Sie Ihr System aktuell
Sobald neue Updates für Ihre Software erscheinen, sollten Sie diese installieren. Dazu gehören vor allem Sicherheitsupdates für Ihr Betriebssystem und Ihren Browser. Außerdem sollten Sie eine Anti-Viren-Software, sowie eine Firewall installiert haben, welche natürlich ebenfalls mit Sicherheitsupdates aktuell gehalten werden müssen. Die meisten Programme erledigen dies automatisch für Sie, zur Sicherheit sollten Sie dies jedoch trotzdem ab und zu manuell überprüfen.
4. Geben Sie in keinem Fall Ihre Daten weiter
Betrüger versuchen oft an Ihre Daten zu kommen, indem Sie sich als Mitarbeiter Ihrer Bank ausgeben. So werden Ihnen beispielsweise so genannte Fake-E-Mails geschickt, in denen Sie aufgefordert werden Ihr Passwort dem Online-Support der Bank mitzuteilen. Oft wird dies damit begründet, dass die Bank ein Sicherheitsupdate ausführt, oder Ihr Passwort geändert werden muss. Löschen Sie diese E-Mails in jedem Fall unbeantwortet. Ihre Bank wird Sie nie per E-Mail nach Ihrem Passwort fragen. Wenn Sie solch eine E-Mail mit einem Anhang bekommen, löschen Sie die E-Mail ebenfalls sofort ohne den Anhang zu öffnen. Oft werden Sie dazu aufgefordert, das angehängte Programm aus Sicherheitsgründen zu installieren. In Wirklichkeit liest das Programm jedoch bei Ihrem nächsten Login zum Online-Banking Ihre Daten aus, und sendet diese automatisch an den Betrüger. Sicherheitsupdates sollten nur von offiziellen Seiten Ihrer Bank herunter geladen werden.
5. Melden Sie sich nach jeder Sitzung manuell ab
Viele Anwender schließen nach dem Online-Banking einfach das Browserfenster, anstatt sich abzumelden. Somit wird Ihre Sitzung von der Bank erst nach einer gewissen Zeit automatisch abgemeldet. Betrüger haben es in dieser Zeit einfacher auf Ihr Konto zuzugreifen, als wenn sie sich ausgeloggt haben. Melden Sie sich somit immer manuell nach jeder Sitzung ab, um der Bank mitzuteilen, dass Sie nicht mehr aktiv sind.
6. Lassen Sie Ihre Daten nicht automatisch vom Browser speichern
Eine bequeme Art um Passwörter nicht ständig manuell eingeben zu müssen ist die "Autovervollständigungs-Funktion", welche die meisten Browser bieten. Dabei werden Ihre Login-Daten automatisch gespeichert. Diese Funktion sollten Sie deaktivieren, da Ihre Daten somit komplett auf Ihrer Festplatte gespeichert werden, und einen erhöhtes Sicherheitsrisiko darstellen. Bestimmte Programme installieren sich im Hintergrund automatisch, und senden Daten an den Betrüger. Dies bemerken Sie meistens erst wenn es schon zu spät ist. Speichern Sie Ihre sensiblen Daten somit nie manuell oder automatisch auf Ihrer Festplatte.
7. Brechen Sie die Online-Sitzung ab, wenn Sie etwas Ungewöhnliches feststellen
Sobald Sie etwas feststellen, was normalerweise beim Online-Banking nicht passiert, sollten Sie den Vorgang sofort abbrechen. Auch hier gibt es bestimmte Programme, welche beispielsweise bei der Eingabe Ihrer TAN ein Fenster vorschalten, in welchem Sie aufgefordert werden eine aktuelle Nummer Ihrer TAN-Liste einzugeben. Diese Fenster stammen nicht von der Bank, sondern werden automatisch im Hintergrund Ihres Computers ausgeführt, um die Daten an Dritte zu übermitteln. Brechen Sie Ihre Sitzung sofort ab, wenn Sie etwas Ungewöhnliches feststellen, und teilen Sie dies am besten Ihrer Bank mit. Diese kann somit umgehend überprüfen, ob jemand unerlaubten Zugriff auf Ihr Konto hat.
8. Vermeiden Sie Online-Banking von fremden Computern
Natürlich ist es verlockend im Urlaub oder Internet-Café während man unterwegs ist die Finanzen zu überprüfen. Seien Sie sich jedoch bewusst, dass auf öffentlichen PCs die Sicherheitseinstellungen in der Regel ziemlich gering sind, und Ihre Daten ohne Probleme mitgeloggt werden können. Selbst wenn Sie sich über eine verschlüsselte Verbindung einwählen, können Ihre Daten vom Besitzer des fremden Computers mit dem nötigen Wissen wiederhergestellt werden. Das selbe gilt für öffentliche Hotspots, um sich ins W-LAN einzuwählen. Auch hier können Ihre Daten unter Umständen ausgelesen werden. Verzichten Sie am besten komplett darauf, sich von fremden PCs in Ihr Konto einzuloggen.
9. Bewahren Sie Ihre Daten an einem sicheren Ort auf
Im Idealfall sollten Sie Ihr Passwort gar nicht aufschreiben. Sofern Sie sich Ihr Passwort dennoch notieren, sollten Sie dieses nicht zusammen mit Ihrer TAN-Liste, oder HBCI-Chipkarte aufbewahren. Sobald Dritte Zugriff auf diese Kombination von Daten haben, können sich diese problemlos in Ihr Konto einloggen. Zu Hause stellt sich dieses Problem normalerweise nicht, am Arbeitsplatz beispielsweise sollten Sie jedoch vorsichtiger sein.
10. Seien Sie wachsam
Sobald etwas Unerwartetes passiert, sollten Sie sich telefonisch bei Ihrer Bank melden, und Ihr Konto sperren lassen. Scheuen Sie sich nicht nachzufragen ob alles in Ordnung ist, denn Vorsicht ist besser als Nachsicht.
Online Banking - einfach und unkompliziert
Wenn Sie diese Tipps befolgen, ist ein Betrug beim Online-Banking nahezu ausgeschlossen. Auf den ersten Blick sieht dies vielleicht nach viel Arbeit aus. Wenn Sie unsere 10 Tipps jedoch regelmäßig beherzigen, werden Sie sehen, dass diese Schritte nach kurzer Zeit fast automatisch ablaufen. Die Ungewissheit, was auf dem eigenen Rechner gerade passiert, sollte jetzt endgültig der Vergangenheit angehören.
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